Vorfusskorrektur

Vorfusskorrekturen bei X-Zehe, Behandlung des Spreizfusses, Behandlung von Hammerzehen

Zu Verformungen und häufig Schmerzen von Zehen und Vorfuß kann es durch eine ererbte Anlage, rheumatische Erkrankungen, Fehlbelastungen, schlecht sitzende Schuhe oder selten durch einen Unfall kommen. Das normale Abrollen des Fußes ist dann gestört.
Es gibt verschiedene Verformungen am Fuß, die jeweils einzeln oder miteinander kombiniert auftreten können.

Beim Spreizfuß:

 

  • Hallux valgus (X-Zehe)
    Seitliche Abwinkelung der Großzehe im Grundgelenk, Schmerzen entstehen durch Druck am Mittelfußköpfchen, zusätzlich bildet sich häufig eine Schleimbeutel- entzündung.

  • Hallux rigidus
    Versteifung der Großzehe durch Arthrose des Großzehengrundgelenkes

  • Krallenzehen/Hammerzehen
    Entstehen in Folge des Spreizfußes. Es handelt sich um eine Beugefehlstellung im Mittel- oder Endgelenk einer oder mehrer Zehen, oft mit einer übestreckung im Endgelenk. Dies führt häufig zu schmerz- haften Schwielen.

  • Digitus quintus varus (Fehlstellung der Kleinzehe)
    Hier legt sich die 5. Zehe über die vierte Zehe und das Mittelfußköpfchen drückt nach außen.
  • Metatarsalgien
    Kommt es zu einer Verbreiterung des Vorfußes mit Belastungsschmerzen der vorderen Fußsohle und nachfolgenden Veränderungen, Sonderform "Morton´sche Neuralgie"

Operationen nach Hallux valgus:

Nach einem seitlichen Schnitt über dem Großzehengrundgelenk wird nach einem V-förmigen Sägeschnitt der erste Mittelfußknochen verschoben und umgestellt. Die Stabilisierung erfolgt hierbei mit einer Minischraube. Zur Fortbewegung nach der Operation wird Ihnen eine spezielle Vorfußentlastungssandale angepasst, bei der lediglich der Rückfuß belastet wird. Die bei der Chevron OP eingebrachte Titanminischraube kann im Knochen verbleiben. Mit dem Eintritt der Arbeitsfähigkeit ist gut 6 Wochen nach erfolgter Operation zu rechnen.


Operationen bei Hallux rigidus:

Großzehengrundgelenkversteifung (Arthrodese) Bei jüngeren, sportlich aktiven Patienten wird eine selektive Fusion des Großzehengrundgelenkes empfohlen, dadurch ist ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen möglich. Die Bewegung im Endgelenk bleibt dabei erhalten.


Operationen bei Krallen-/Hammerzehen:

Hierbei wird bei Vorliegen von rigiden Krallen- oder Hammerzehenfehlstellungen das Köpfchen des Grundgliedes entfernt. In seltenen Fällen kann es notwendig werden, die fußrückenseitige Kapsel des Zehengrundgelenkes zu lösen. In einigen Fällen ist eine innere Schienung( Kirschnerdraht) zur Sicherstellung des Korrekturergebnisses notwendig. Dieser Draht kann im nach 8-10 Tagen entfernt werden.


Operationen nach Weil:

(Gelenkerhaltende Verschiebeosteotomie)
Bei Vorliegen von Verrenkungen im Bereich der Zehengrundgelenke kann durch eine verkürzende Verschiebeosteotomie der Mittelfußknochen eine Stellungskorrektur erzielt werden. Zusätzlich wird eine Strecksehnenverlängerung und Kapsellösung vorgenommen. Die Stabilisierung erfolgt mit Minischrauben, die in der Regel nicht entfernt werden müssen.

Operative Korrektur durch Beugesehnenverlängerung:

Bei flexiblen Hammer- und Krallenzehen kann durch eine gelenkerhaltende Sehnenumlenkungsoperation eine gute Stellungskorrektur erreicht werden. Hierbei muß kein Material zur Stabilisierung eingebracht werden.